Mehr Demokratie wagen – ganz konkret? Das interessiert mich brennend. Und so folgte ich der Einladung der SPD Machern zum Thema ‘Bürgerbeteiligung – Ideen und Lösungen für unseren Ort’.

Insider wissen, dass in Machern seit vielen Jahren in der Kommunalpolitik der Wurm drin ist. Die Bürgermeisterin ist seit fast einem Jahr krank. Ein Beauftragter führt mit Unterbrechung die Amtsgeschäfte. Die Parteien im Gemeinderat verhaken sich häufig im Kleinklein. Die Bürger stehen recht fassungslos daneben.

Da kommt die Initiative der SPD zum Bürgergespräch genau richtig. Thema des Abends: Ein Kommunaler Entwicklungsplan unter aktiver Beteiligung der Machener soll entstehen. An zehn Tischen konnte zu verschiedenen Themen diskutiert werden. Auf dem Programm standen unter anderem: Wohnen, Kultur. Tourismus, Bildung, Naturschutz, Bevölkerung und Sport. Schloss und Park, sowie der nahe gelegene Tresenwald und die Lübschützer Teiche sind beliebte Naherholungsziele für viele Muldentaler – deshalb habe ich mich mit meinen eigenen Vorschlägen an diesem Tag auf diese Themen konzentriert.

Dass die SPD mit dieser Initiative auf dem richtigen Weg ist, merkte man nach knapp zwei Stunden beim ersten Fazit: „Endlich hatten wir mal die Chance zu sagen, wo uns der Schuh drückt.” Und ein langjähriger Gemeinderat musste bekennen, dass er an diesem Abend von Zusammenhängen erfahren hatte, die er zuvor nicht kannte.

Die wohl wichtigste Erkenntnis dieses Abends war, dass es uns alle nach vorne bringt, wenn wir miteinander reden und Räume schaffen für ehrliche und lösungsorientierte Auseinandersetzungen. Und genauso muss und wird es auch weitergehen. Jeder versprach, beim nächsten Mal mindestens einen weiteren Gast mitzubringen, damit noch mehr Machener noch Demokratie wagen.

Und für mein Ziel, nach der Landtagswahl als Abgeordnete für das Muldental konkret Dinge für die Menschen zu verbessern, habe ich gleich konkrete Hausaufgaben mitbekommen.